Mo-Fr.: 8-12 Uhr, 13-17 Uhr

Versandkostenfrei DE + EU

Blitzschneller Versand

Was ist ein Barcode? Verschiedene Barcode-Arten und Scanner

Was ist ein Barcode? Aufbau, Funktionsweise und Arten erklärt

Ein Barcode – im deutschen Sprachgebrauch auch Strichcode genannt – ist eine maschinenlesbare Darstellung von Daten durch parallele Striche und Lücken. Was 1974 mit dem ersten gescannten Kaugummipack an einer Kasse in Ohio begann, ist heute aus Handel, Logistik, Medizin und Industrie nicht mehr wegzudenken. In diesem Ratgeber erklären wir, wie Barcodes funktionieren, wie sie aufgebaut sind, welche Arten es gibt und wo sie eingesetzt werden.

Was ist ein Barcode?

Ein Barcode ist eine optische Codierung, bei der Informationen durch eine Abfolge hell-dunkler Elemente verschlüsselt werden. Bei einem klassischen, eindimensionalen Strichcode sind das vertikale Balken unterschiedlicher Breite. Bei modernen zweidimensionalen Codes (etwa QR-Code oder Data Matrix) treten an die Stelle der Striche kleine Quadrate oder Punkte, die in beide Richtungen Informationen tragen.

Der Unterschied zu einer normalen Zahl auf der Verpackung: Ein Barcode lässt sich von einem Scanner in Sekundenbruchteilen fehlerfrei lesen. Mitarbeiter müssen nichts mehr abtippen – das spart Zeit und vermeidet Eingabefehler.

Wie funktioniert ein Barcode?

Ein Barcode-Scanner sendet einen Lichtstrahl (meist rotes Laserlicht oder LED) auf den Code. Die hellen Bereiche reflektieren das Licht stark, die dunklen Striche absorbieren es. Ein lichtempfindlicher Sensor wandelt das reflektierte Licht in ein elektrisches Signal um – eine Folge aus „hell" und „dunkel". Diese Folge wird in der Scanner-Elektronik in Ziffern oder Buchstaben übersetzt und an die Kasse, das ERP-System oder die Lagersoftware übergeben.

Moderne 2D-Codes wie QR-Code oder Data Matrix werden nicht mehr mit einem Laserstrahl, sondern mit einer kleinen Kamera erfasst. Das ermöglicht deutlich höhere Datenmengen auf kleinster Fläche und auch das Scannen mit Smartphones.

Aufbau eines Barcodes

Jeder Strichcode hat einen klar definierten Aufbau. Am Beispiel eines EAN-13-Codes:

  • Ruhezone (Quiet Zone): Heller Bereich links und rechts des Codes, damit der Scanner Anfang und Ende erkennt.
  • Startzeichen: Definiert den Beginn des Codes und kalibriert den Scanner auf die Modulbreite.
  • Datenzeichen: Die eigentliche Information – z. B. Länderpräfix, Herstellernummer und Artikelnummer.
  • Trennzeichen: Bei EAN-13 trennt es die linke von der rechten Hälfte.
  • Prüfziffer: Eine berechnete Kontrollziffer, die Lese- oder Druckfehler erkennt.
  • Endzeichen: Markiert das Ende des Codes.

Die Breite des schmalsten Striches – das sogenannte Modul – bestimmt die Gesamtgröße. Je größer das Modul, desto sicherer lässt sich der Code aus größerer Entfernung scannen. Druckqualität, Kontrast und ausreichende Ruhezone sind die häufigsten Ursachen, wenn ein Barcode nicht erkannt wird.

Welche Barcode-Arten gibt es?

Es existieren weit über 100 verschiedene Barcode-Standards. In der Praxis sind nur ein knappes Dutzend wirklich relevant. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen:

1D-Barcodes (Strichcodes)

StandardVerwendungZeichensatz
EAN-13 / EAN-8Handelsprodukte, Supermarkt-KassenZiffern
UPC-A / UPC-EUS-amerikanischer EinzelhandelZiffern
Code 39Industrie, Inventar, LagerA–Z, 0–9, einige Sonderzeichen
Code 128Logistik, VersandetikettenVollständiger ASCII-Satz
ITF / 2 of 5 InterleavedUmverpackungen, KartonsZiffern
GS1-128Logistikeinheiten (NVE / SSCC)Vollständiger ASCII-Satz
PZNApotheken in DeutschlandZiffern (7- oder 8-stellig)

2D-Codes (Matrixcodes)

StandardVerwendungBesonderheit
QR-CodeMarketing, Tickets, Zahlungen, Smartphone-ScansBis 4.296 Zeichen, Fehlerkorrektur
Data MatrixPharma (UDI), Elektronik, MedizinprodukteSehr platzsparend, ab 1×1 mm lesbar
PDF417Ausweise, Frachtpapiere, BoardingpässeStapelcode, hohe Datendichte
AztecBahntickets, BoardingpässeKommt ohne Ruhezone aus

Wofür werden Barcodes eingesetzt?

Barcodes sind heute überall dort im Einsatz, wo Objekte eindeutig identifiziert oder verfolgt werden müssen:

  • Einzelhandel: EAN-Codes an Kassen, Bestandsführung im Filialsystem.
  • Logistik: Code 128 und GS1-128 auf Versandetiketten, Paketverfolgung, NVE.
  • Industrie und Produktion: Code 39, Data Matrix zur Rückverfolgbarkeit von Bauteilen.
  • Lagerverwaltung: Inventaretiketten mit Code 39 oder Code 128 zur eindeutigen Asset-Kennzeichnung.
  • Medizin und Pharma: Data-Matrix-Codes auf Arzneimittelverpackungen, PZN-Codes in Apotheken, UDI für Medizinprodukte.
  • Veranstaltungen und Tickets: QR- oder Aztec-Codes auf Eintrittskarten und Boardingpässen.
  • Wartung und Prüfung: Prüfetiketten mit Barcode zur lückenlosen Dokumentation von DGUV-V3- und UVV-Prüfungen.

Barcode-Etiketten drucken lassen

Für sicher lesbare Barcodes kommt es auf drei Faktoren an: Kontrast, Druckqualität und das passende Etikettenmaterial. Auf glatten Folien lassen sich Barcodes deutlich präziser drucken als auf raues Papier. Für outdoorgeeignete oder chemikalienbeständige Anwendungen sind Polyester- oder Polyimid-Folien die richtige Wahl.

Bei barcodeetiketten.com erhalten Sie professionell vorgedruckte Barcode-Etiketten in allen gängigen Standards – mit Scangarantie, in nahezu beliebigen Größen, auf Rolle oder Bogen. Unsere Konfiguratoren für Universaletiketten und Prüfplaketten führen Sie in wenigen Schritten zur gewünschten Variante.

→ Barcode-Etiketten konfigurieren

Häufige Fragen zu Barcodes

Was ist der Unterschied zwischen Barcode und Strichcode?

Es gibt keinen Unterschied. Barcode ist der internationale Begriff, Strichcode die deutsche Übersetzung. Beide bezeichnen denselben maschinenlesbaren Code aus hellen und dunklen Elementen.

Wie funktioniert ein Barcode-Scanner?

Der Scanner sendet Licht auf den Code. Helle Flächen reflektieren das Licht stark, dunkle Striche absorbieren es. Ein Sensor wandelt das reflektierte Muster in ein elektrisches Signal um, das die Elektronik in Ziffern oder Buchstaben übersetzt.

Welcher Barcode ist der richtige für mein Produkt?

Für Handelsprodukte im Einzelhandel ist EAN-13 Pflicht. In Lager und Industrie sind Code 39 oder Code 128 gängig. Auf kleinen Bauteilen oder Medizinprodukten kommt Data Matrix zum Einsatz. Für Marketing und Smartphone-Scans ist der QR-Code Standard.

Kann ich Barcodes selbst erstellen?

Technisch ja. Für interne Zwecke (Lager, Inventar, Prüfetiketten) lassen sich Barcodes mit jeder Etikettensoftware oder online erzeugen. Für den Handel zwingend benötigte EAN/GTIN-Nummern müssen jedoch von GS1 vergeben werden.

Was ist der Unterschied zwischen 1D- und 2D-Codes?

1D-Codes (Strichcodes wie EAN, Code 128) speichern Informationen nur in einer Richtung. 2D-Codes (QR-Code, Data Matrix) speichern in zwei Dimensionen und können deutlich mehr Daten auf kleinster Fläche unterbringen.

Warum wird mein Barcode nicht gescannt?

Häufige Ursachen sind: zu kleine Modulbreite, fehlende Ruhezone, mangelnder Kontrast zwischen Strichen und Hintergrund, schlechte Druckqualität oder ein zu glänzendes Material. Eine Vorabprüfung mit einem Verifikator hilft, Probleme zu vermeiden.

Fragen zur richtigen Barcode-Etikette für Ihr Projekt? Rufen Sie uns an unter +49 7164 - 918 0456 – wir beraten Sie gerne persönlich.